Psalm 119,59-62

Mai 26

Heutige Bibellese:

1.Samuel 15,1-16,23 / Johannes 15,1-16,4 / Psalm 119,49-64 / Sprüche 15,29-30


Die Abkehr vom Weg der Gottlosen und das Umkehren auf den Weg Gottes schafft einem nicht immer nur Freunde. In vielen Ländern werden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, ins Gefängnis gesteckt und teilweise sogar ermordet. Auch der Psalmist kannte die Situation, in „Stricken der Gottlosen“ gefangen zu sein (V.61). Doch anstatt niedergeschlagen und deprimiert zu schweigen oder gar Gott anzuklagen oder auf ihn zu schimpfen, tat er etwas für seine Feinde ganz Unerwartetes: Er stand um Mitternacht auf, um Gott zu preisen wegen seiner Gerechtigkeiten (V.62)!
Im Neuen Testament wird uns Ähnliches berichtet. Als Paulus und Silas in Philippi waren und das Evangelium verkündeten, begegnete ihnen immer wieder eine Magd mit einem Wahrsagegeist, die ihren Herren durch ihre Wahrsagerei viel Geld einbrachte. Schließlich trieb Paulus den Geist aus, was dazu führte, dass sich die Volksmenge erhob und er und Silas ins Gefängnis gesetzt wurden (Apg 16,16-24).

Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden; und sofort öffneten sich alle Türen, und aller Fesseln lösten sich. (Apg 16,25-26)

Wie reagieren wir auf Schwierigkeiten? Mit Murren und Klagen, oder mit Gebet und Lobpreis? Zwar gibt es keine Garantie dafür, dass Gott die Schwierigkeiten von uns nimmt, sobald wir von unseren Umständen weg und zu ihm hinsehen und ihn loben. Aber Murren und Klagen ist garantiert nicht der geeignete Weg, die Gunst Gottes zu erlangen!