Markus 1,32-34

Febr 16

Heutige Bibellese:

2.Mose 19,16-21,21 / Markus 1,29-2,12 / Psalm 36,1-13 / Sprüche 10,8-9


Warum kamen die Menschen erst am Abend mit den Leidenden und Besessenen zu Jesus (V.32)? Die ab V.21 berichteten Ereignisse fanden an einem Sabbat statt, d.h. an dem von Gott verordneten Ruhetag. Da die Rabbis der Überzeugung waren, dass eine Übertretung des Sabbats so schlimm ist wie die Übertretung aller anderen Gebote zusammen, „schützten“ sie den Sabbat durch eine Reihe von Verordnungen und Verboten. Die Liste der verbotenen Tätigkeiten leiteten sie aus den 39 Arbeiten beim Bau der Stiftshütte (2.Mo 26) ab. Die Menschen durften am Sabbat weder gewerblich noch handwerklich arbeiten, nichts kaufen, keine Sachen tragen, und keine größeren Wege zurücklegen (höchstens den „Sabbatweg“, ca. 1 km). Allerdings war der Sabbat als Zeichen der Gemeinschaft mit und Abhängigkeit von Gott durch die Überbewertung dieser Äußerlichkeiten völlig entwertet worden. Diese äußeren Vorschriften hielten die Menschen nun davon ab, am Sabbat, dem Tag Gottes, zu Jesus, dem menschgewordenen Gott, zu kommen! Doch als der Sabbat vorbei war (im Judentum beginnt der neue Tag bei Sonnenuntergang) strömten die Menschen zu ihm!

Lassen Sie sich auch manchmal davon abhalten, mit ihren Sorgen und Problemen direkt zu Jesus zu gehen?