Matthäus 13,44

Jan 20

Heutige Bibellese:

1.Mose 41,17-42,38 / Matthäus 13,24-46 / Psalm 18,17-32 / Sprüche 4,1-9


Das Gleichnis vom Schatz im Acker ist kurz und dennoch sehr aussagekräftig. Der Mensch in dem Gleichnis steht für den Herrn Jesus Christus. Der Schatz, den er fand, ist die Gemeinde. Der Schatz besteht aus vielen einzelnen Stücken, der Gesamtheit aller Erlösten, und ist dennoch eine Einheit. Einst waren auch wir alle verloren, doch der Herr ist uns solange nachgegangen, bis er uns gefunden hat!

Der Acker, in dem wir verloren waren, ist die Welt (V.38), d.h. die Menge der Nichtglaubenden. Zwar ist Gott als Schöpfer der rechtmäßige Eigentümer der Welt, doch seit dem Sündenfall steht sie unter der Macht Satans (Joh 12,31; Eph 2,2). Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus den Satan „hinausgeworfen“ (Joh 12,31) und die Welt für sich erkauft.

[...] wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. (2.Pt 2,1)

Dabei zeigt die zitierte Bibelstelle deutlich, dass „erkauft“ nicht „erlöst“ bedeutet – sonst würden die falschen Lehrer Jesus Christus nicht verleugnen. Die ganze Welt ist durch Jesus Christus erkauft, aber nur diejenigen, die an ihn glauben, sind erlöst und gehören zum Schatz.

Um den Acker mitsamt des Schatzes zu erwerben, musste Jesus Christus alles verkaufen, d.h. er musste seine ganze himmlische Herrlichkeit verlassen und Mensch werden, um am Kreuz sterben zu können. Warum tat er das? Weil er Freude an dem Schatz hat. Er erduldete das Kreuz um der vor ihm liegenden Freude willen (Hebr 12,2)!

Noch ist der Schatz im Acker verborgen. Doch das ist nicht sein endgültiger Bestimmungsort.

Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen [...] (Joh 17,24)

Bald kommt der Augenblick, an dem alle Erlösten in die Herrlichkeit entrückt und für immer in die Gegenwart Jesu gebracht werden.